JASMINKA STANČUL - Reviews

 


 

Ludwigsburger Kreiszeitung, 17.03.2017 "Wie aus einer arabischen Naht

Kritik "Voll auf Augenhöhe mit dem Orchester"

Die Stuttgarter Philharmoniker und Pianistin Jasminka Stancul beweisen in der Liederhalle technische Brillianz.

"..Bereits im Kopfsatz vereinte Jasminka Stancul technische Brillianz mit ausdrucksstarker Interpretation. Kristaliner Anschlag, expressive Phrasierungm die serbische Pianistin begeisterte in seltener Kongruenz von Gestalltungswille und -fähigeit mit schwindelerregender Geläufigkeit und Spielfreude. Funkensprühend die Reprise, hingehaucht die Coda. Gemeißelte Akkorde, perlende Läufe, spannungsvoll inszenierte Nachhalte und markante Triller im Andante, atemberaubend das fernöstliche Nebenthema, das astrale Transparenz der Streicher. Immer wieder wendet sie sich direkt an die Musiker - diese Pianistin benötigt tatsächlich ein komplettes Orchester als ebenbürtigen Konterpart: die Philharmoniker auf Augenhöhe."


 

Esslinger Zeitung, 17.03.2017 "Wie aus einer arabischen Naht

Kritik "Wie aus einer arabischen Nacht"

Traditionell dreisätzig ist es dennoch derart originell, dass selbst versierte Konzertbesucher im Abo-Konzert der Stuttgarter Philharmoniker, die das Werk jetzt im Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle aufführten, über die exotische und frei sich entfaltende Klanglichkeit überrascht gewesen sein dürften: Arabesken, spanisch-maurisch inspirierte Rhythmik und Melodik, Pentatonik - alles Klänge, die der reisefiebrige Saint-Saëns während seiner jahrelangen Streifzüge durch die Welt aufgefangen und genial mit dem eigenen Duktus verschmolzen hat. Und der serbisch-österreichischen Pianistin Jasminka Stancul gelang es gemeinsam mit den Philharmonikern wunderbar, die Atmosphäre einer arabischen Nacht am Nil zu evozieren: Der Mittelsatz als orientalische Rhapsodie träumte und schwelgte, Läufe und Arpeggien formte die Tastenlöwin luftig wie feine Schleier. Märchenhaft!
Zurück ins Abendland

Ludwig van Beethovens achte Sinfonie holte einen dann ins Abendland zurück. Diese Sinfonie ist Beethovens heiterste, munterste, witzigste: wegen ihres rhythmisch-metrischen Schabernacks, mit dem der Komponist den auffällig archaisierenden Tonfall dieses Werks ständig ironisch bricht, und weil sie mit Übertreibungen arbeitet, mit kalkuliert einkomponierten „Fehlern“, mit Akzentuierungen gegen den Strich, mit grotesk wirkenden Einsätzen der Instrumente. Des Öfteren scheint es gar, als habe der Komponist kurzfristig die Übersicht über die Dinge verloren. Der britische Dirigent Howard Griffiths behielt sie, er animierte das Orchester, das die zu Beginn gespielten Sinfonischen Variationen „Istar“ von Vincent d’Indy noch vor allem als farbenfrohen Einspieler genutzt hatte, zu Spielfreude und einem sehr transparenten Klangbild. Dank geschmeidiger, federnd-flexibler Phrasierung und Akzentuierungen konnte sich die Sinfonie in ihrer ganzen Explosivität entfalten.

 


 

Tiroler Tageszeitung, 09.01.2017

Kritik - Tiroler Tageszeitung

 


 

Kurier Wien, 05.12.2016


Kritik zu den Konzerten am 03.12.2016 und 04.12.2016 im Musikverien Wien.
Wiener Symphoniker, Dirigent: Stéphane Denève
Saint Saens: Piano Concerto No 2
Kritik - Kronenzeitung 05.12.2016

 


 

OÖNachrichten, nachrichten.at, 02.08.2016

"Große Kammermusik" beim Attergauer Kultursommer in St. Georgen.

Schuberts späte Klaviertrios B-Dur op. 99, D 898 und Es-Dur op. 100, D 929 sind in der Entstehungsreihenfolge nicht gesichert einzuordnen, beide Werke weisen jedoch Einzigartigkeiten der Kammermusikliteratur auf. So steht das Finale des Es-Dur-Trios als Gipfel und Zusammenschau Schubertscher Kompositionsphantasie da – ein "Überbietungsfinale" par excellence.

Und unüberbietbar im Durchleben und Durchwandern dieser Sphären war die geniale Interpretation beim Konzert "Große Kammermusik" im Rahmen des Attergauer Kultursommers durch Benjamin Schmid, Franz Bartolomey und Jasminka Stancul in St. Georgen. Wenn diese drei Koryphäen eine Phrase, ein Motiv oder allein einen Ton ansetzen, tun sich Welten auf: Tiefste Beseeltheit und packende innere Wucht bestürzen das Gemüt genauso wie das für Schubert typische Kreisen ohne Endpunkt, sein abruptes "Abbrechen ins Nichts" oder die unvermittelt aufblitzende Heiterkeit zwischen "seligmachenden" Träumen. Der lyrische Ton des Seitenthemas des Kopfsatzes im B-Dur-Trio bezeugte gleich eingangs die Größe der Musiker, das gemeinsame Aufbegehren der Durchführung entfachte eine packende Kraft, die bis zur letzten Sekunde in Bann zog.
Dem Irdischen entgleiten

Stanculs Impromptu-Arabesken im Kopfsatz des Es-Dur-Trios strichen wie im Glissando über die Tastatur, kantabel umsäumt von den Streichern; und hier glich das Hinabsteigen in die Durchführung einem Verlustigwerden der irdischen Welt, die auch dem Andante noch entzogen blieb, ehe das Scherzando den Träumen entglitt und das eisige Brechen der Tonarten sich im Finale überbot.

Höchster Respekt vor Schuberts Spätmusik und der außergewöhnlichen Wiedergabe durch Benjamin Schmid, Franz Bartolomey und Jasminka Stancul.
Attergauer Kultursommer: Große Kammermusik, St. Georgen, Benjamin Schmid, Franz Bartolomey, Jasminka Stancul, 31. Juli 2016

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Kurier OÖ, 07.2016,

Die tonmalerische Fantasie, die im Werk zugrunde liegenden riesigen Spannungsbögen, wussten die Musiker des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl unter ihrem Mentor Gustav Kuhn mit unzähligen Farben und Schattierungen wie auch Stimmungen wiederzugeben.
Zuvor erklang das beliebte Klavierkonzert Nr 1 in b-Moll von Peter Iljitsch Tschaikowsky. Das mit eingängiger Melodik und slawischem Kolorik komponierte Zugstück für Virtuosen wurde von Jasminka Stancul im feuerroten Frack, mit exzellenter Technik, großer Leichtigkeit und Innigkeit des romantischen Ausdrucks gespielt. Die serbische Pianistin zauberte ... energische, aber auch leichtfüßige Töne wie im Largo aus dem Flügel. Ausgewogen war das bunte Wechselspiel mit dem gut disponierten Orchester. Für den Jubel bedankte sie sich mit der Zugabe "Oktober" aus Tschaikowskys "Jahreszeiten"

 


 

Dietmar Ebert, Ostthüringer Zeitung, 06.2016

Umjubeltes Mendelssohn-Konzert
Dietmar Ebert über das Konzert der Jenaer Philharmonie am 25. Mai 2016
Nicht enden wollende Ovationen für Jasminka Stančul

Im Klavierkonzert Nr. 1 in g-Moll, op. 25 zeigte die aus Serbien stammende, mittlerweile international bekannte Pianistin Jasminka Stančul alle Facetten ihres pianistischen Könnens. Mit kräftigem Anschlag spielte sie das energiegeladene, drängende Hauptthema des ersten Satzes, zart, fast zärtlich gestaltete sie das lyrische E-Dur-Andante und nahm die von Bratschen und Celli angestimmte Melodie auf: Ein Lied ohne Worte. Nach einem Fanfarenruf von Trompeten und Hörnern, setzte Jasminka Stančul zu den heiter-beschwingten Sololäufen des letzten Satzes an und endete in einem unbeschwerten Finale. Es war eine Freude zu hören, wie Solostimme und Orchesterstimmen in einen Dialog traten, sich umspielten und verschmolzen und das Orchester unter Marc Tardue ein kongenialer Partner der Solistin war. Das Publikum feierte die Solistin mit nicht enden wollenden Ovationen. Sie bedankte sich mit einer technisch schwierigen Zugabe, der Etüde Nr. 1 eines kroatischen Komponisten.

Der Beifall des Publikums wollte nicht enden, und das Orchester zollte mehrfach seinem Chefdirigenten Beifall.
Insgesamt ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird und zeigte, wie modern die Romantik sein kann!

 


 

 

Der Standard, 09.05.2016

"..Stattdessen kam Semyon Bychkov zum Zug und sorgte für ein kaum zu übertreffendes Ergebnis. Zunächst bei Mozarts d-Moll-Klavierkonzert mit der fabelhaften Solistin Jasminka Stancul und einem schlackenlosen Orchesterklang, vor allem aber bei Mahlers fünfter Symphonie...."

 


 

Tiroler Tageszeitung Jänner 2016
Kompletter Artikel

"Dessen Klavierkonzert Nr. 1 wurde in enger Verzahnung von Kuhn, Jasminka Stančul am Flügel und dem Orchester mit grandiosen Solisten (bei Webern wie Beethoven) zu weit mehr als einer sehr guten Aufführung: Kuhns Überlegenheit im Steuern, Stančul Beethoven-Perlen, ihre tiefsinnige Natürlichkeit und das Dialogisieren mit den Holzbläsern, die stillen Pizzicatotropfen der Streicher unter der Klarheit des Klaviers, das Themen-Ping-Pong, so viel Spiel, Eleganz, Tanz, Witz und Beethoven-Individualität – dafür lohnt jede Anreise."

 


 

Tiroler Tageszeitung, 08.01.2015
TT.com

Di, 06.01.2015, 11:00
Festspielhaus Erl
Orchester der Tiroler Festspiele Erl
Klavier: Jasminka Stančul
Dirigent: Gustav Kuhn

....Souverän die Interpretation. Gustav Kuhn und sein Orchester der Tiroler Festspiele Erl zeigen geradezu beispielhaft Weberns Tonsprache. Einerseits die spätromantische, von Reizdissonanzen getragene Überhöhung des Dur-Moll-tonalen Systems, andererseits die expressive Schönheit und polyphone Durcharbeitung. In Summe äußerste klangliche Sensitivität, feiner geht es wohl kaum. Souverän die serbische Pianistin Jasminka Stancul. Wer den Namen nicht kennt, als Beethoven-Interpretin wäre sie dringend vorzumerken. Stancul geht es nicht darum, dem Werk partout ihren persönlichen Stempel aufzudrücken. Dahinter zu verblassen, davon ist sie allerdings weit entfernt. Leidenschaftlich und einfühlsam gleichermaßen fällt sie dem Orchester nicht ins Wort. Ihr Changieren zwischen kernigem Zupacken und In-sich-Hineinlauschen ist mehr als nur ein Sich-Verneigen vor dem großen Meister..."


 

DEBUT IN LONDON in Feb. 2012
Mozart / Piano Concerto N° 23 A major KV 488
Royal Philharmonic Orchestra
Daniele Gatti, conductor
Royal Festival Hall
"The highlight came in the form of Jasminka Stančul's pristine account of Mozart's Piano Concerto in A … Her faultless finger-work might have come off as clinical, had it not been quite so beautiful … Her restraint and refinement was the polar opposite of the statement made by her electric-red satin tail-suit …"
Classical Source


 

Haydn Orchester Bozen / Gustav Kuhn; Bartoks Klavierkonzert N° 3
"Eine wunderbare Hommage an Bela Bartók: Die serbische Pianistin Jasminka Stančul spielte ihren Part melodiös und sehr filigran. Das "Adagio religioso" wurde gleichsam als "Dankgesang eines Genesenden" im beethovenschen Sinne interpretiert. Die Interpretation war nahezu perfekt: klare Linien, kristalliner Klang, durchdringende Melodik. Eine durchwegs geglückte Aufführung dieses Klavierkonzerts, die nie in Gefahr war, an Spannung zu verlieren."
Dolomiten, 25. Februar 2010


 

"Wie das blühende Leben"
"… kam das C-Dur Klavierkonzert KV 467 über die Rampe … Jasminka Stančul, die den Klavierpart fernab von wattierter oder verspielter Diktion, in sehr bewusstem Anschlag nahm. Damit gab sie der zweistimmigen Anlage ein klares Relief, nahm sich gleichwohl Freiheiten zur verfeinerten Tempogestaltung und kostete den traumhaft schönen Andante-Satz delikat in den Piano-Tönungen aus. So lotete sie bei aller Virtuosität, die sie namentlich zum Schluss-Allegro im Dienste des musikalischen Ausdrucks versprühte, auch die Schattenseiten des Werkes aus … Der begeisterte Applaus für eine exzellente Interpretation steigerte sich noch durch eine fulminante Bravourzugabe der Pianistin zu hellem Jubel."
NRZ Essen, 15. September 2008


 

"Pianist's Whirlwind of Energy"
Perhaps Schumann had Jasminka Stančul in mind. She is a pianist of deft agility and some of the speeds in her recital were indeed breathless, although she makes it much more than a 200-metre dash. Fleetness becomes part of a musical personality characterised by polish and energy. (…)
In the first movement of Beethoven's Waldstein Sonata in C her approach emphasised whirlwind energy and deft virtuosity (…) She tackled Beethoven's textures and trills of the last movement with daring and drive, so that Beethoven emerged as nimble and soaring.
In Mozart's Piano Concerto N°13 in C with the Sydney Symphony last week she played with poised clarity, bringing out the lines with focus, shape and taste, although the orchestra lacked her polish. She is a distinctive player of rare accomplishment."
Sydney Morning Herald, March 12, 2008


 

Die Nürnberger Philharmoniker & Jasminka StančulBei Mozarts Klavierkonzert N° 9 in Es-Dur KV 271, das der Pianistin Louise-Victoire Jenamy gewidmet wurde und das bis heute durch einen Lesefehler den Beinamen ‚Jeunehomme' trägt, erlebte man eine großartige Solistin mit perfekter Geläufigkeit und Griffsicherheit. Jasminka Stančul brillanter, kraftvoller Stil vermag aber auch feine Töne zu produzieren."
Kleine Zeitung, 4.06.07


 

"Die Interpretation der Pianistin nahezu perfekt: klare Linien, kristalliner Klang, durchdringende Melodik in den weiten Spannungsbögen, ein richtiger Beethoven-Klang rundum, der zum Besten gehört, was ich in den letzten beiden Jahren an Beethoven-Interpretationen gehört habe. Geschmeidig und unterkühlt da, wo sich die Phrasierungen verschränken, lyrisch durchwirkt dort, wo es galt, die melodischen Bögen anzudeuten und zum triumphalen Akkord zu Ende zu führen. Eine geglückte Aufführung dieses Klavierkonzerts, das nie in Gefahr war, an Spannung zu verlieren."
Dolomiten, 01.03.2007


 

"In der jungen serbischen Pianistin Jasminka Stančul haben wir eine Interpretin entdeckt, die auf der technischen Höhe der Partitur steht - energievoll in den Passagen großer Geläufigkeit, poetisch in den lyrischen Oasen des lieblichen zweiten Themas im ersten Satz sowie den herzlichen Themen im zweiten Satz."
L'Adige, 01.03.2007


 

"Jasminca Stančul versetzte das Publikum schlicht ins Staunen."
NRZ (Klavierfestival Ruhr)


 

"BRILLANZ OHNE JEDES BEIWERK ...Beethoven op.111 - eine makellose Interpretation, besonnen und nachdenklich, dabei technisch souverän."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

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